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DRK Ortsverein Heinriet-Gruppenbach Habichthöhe 12         74199 Untergruppenbach

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vorstand[at]drk-heinriet[dot]de

bereitschaft[at]drk-heinriet[dot]de 

Spendenkonto

Kontoinhaber: DRK Ortsverein Heinriet-Gruppenbach

Bank: Kreissparkasse Heilbronn

IBAN: DE39 6205 0000 0000 1846 96

BIC: HEISDE66XXX (BLZ 62050000)

Blutspendetermine

- nächster Termin in Untergruppenbach:

  • Datum: Februar 2017
  • Uhrzeit 14:30-19:30 Uhr
  • Ort: Untergruppenbach, Stettenfelshalle, Obergruppenbacher Str.

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- nächster Termin in Unterheinriet:

  • Datum: 01.07.2016
  • Uhrzeit 14:30-19:30 Uhr
  • Ort: Unterheinriet, Hohenriethalle, Oberheinrieter Str.  

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- nächster Termin in Ilsfeld:

  • Datum: Mai 2017
  • Uhrzeit 14:30-19:30 Uhr
  • Ort: Ilsfeld, Gemeindehalle  

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- nächster Termin in Ilsfeld:

  • Datum: 21.Oktober 2016
  • Uhrzeit 14:30-19:30 Uhr
  • Ort: Ilsfeld, Gemeindehalle

Wir brauchen Dich! Mach mit!

Für alle, die mehr als "nur" spenden wollen:

Fass dir ein Herz und mach mit! Wir haben die passende Jacke für Dich! In deiner Kragenweite für Deine Aufgabe!

Ehrenamt lebt vom Mitmachen - also komm vorbei und werde Teil unseres engagierten Teams! Infos gibts bei unserer Bereitschaftsleiterin oder unserem Vorstand (Kontaktdaten rechts).                                                                                                   Was du mitbringen solltest: Interesse an deinen Mitmenschen und ein bisschen Zeit.                                                                         Was du bekommst: fundierte Vorbereitung auf die Aufgaben, nette Leute kennenlernen und jede Menge Spaß haben.

Wir freuen uns auf Dich!    

Sanitätsdienst

Foto: Sanitätsdienst beim Fussballspiel
Foto: F. Weingardt / DRK

Fußballspiel oder Silvesterparty: Unsere Sanitäter sorgen für schnelle Erste Hilfe auf Ihrer Großveranstaltung.

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Kursangebote

Foto: Frau übt Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Puppe.
Foto: A. Zelck / DRK

Erste- Hilfe- Kurse - auch für Berufsgenossenschaften- (9 UE)

Erste-Hilfe Fresh up (9 UE)

Bei diesen Lehrgängen zeigen wir Ihnen die wichtigen lebensrettenden Erste-Hilfe- Maßnahmen, damit Sie im Falle einer Notfallsituation richtig reagieren können. Ab 10 Teilnehmern bieten wir gerne auch individuelle Kurse an, z.B. für Ihren Betrieb oder Ihre Sportgruppe. Auch für Führerscheinerwerber.

 

 

Großeinsatz nach Gasaustritt an einer Heilbronner Realschule

Montag, 24.10.2016

 

Kurz vor 14 Uhr wurden Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zu einem sogenannten "MANV"  (Massenanfall von Notfallpatienten und Verletzten) an eine Realschule in Heilbronn-Sontheim alarmiert. Dort war es im Schulgebäude offenbar zu einem zunächst nicht näher bestimmbaren Gasaustritt gekommen, in dessen Folge über 200 Schüler aus dem Gebäude evakuiert werden mussten. Mehr als 50 Schüler klagten über Atembeschwerden und wurden vorsorglich von den alarmierten Einsatzkräften und Notärzten gesichtet und medizinisch erstversorgt. 41 Schüler mussten zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser transportiert werden.

 

Unsere Aufgabe bestand einerseits in der Unterstützung der Einsatzkräfte bei der Erstbetreuung der verletzten und unverletzten Schüler sowie in der Bereitstellung von Transportmitteln, um einen zügigen Abtransport der verletzten Schüler in die Krankenhäuser zu gewährleisten.  Für diese Aufgaben wurden der Gerätewagen Sanitätsdienst sowie die Krankentransportfahrzeuge der Ortsvereine Ilsfeld und Abstatt mit gemischten Teams aus den drei Ortsvereinen besetzt und an die Einsatzstelle beordert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sanitätsdienst beim Motorman-Run in Neuenstadt

Samstag, 10.09.2016

 Am Samstagmittag trafen sich Kräfte der DRK Abstatt, Heinriet-Gruppenbach, Ilsfeld, Lauffen, Mosbach, Neudenau, Neuenstadt sowie der DLRG zur Absicherung der 2.000 Teilnehmer des 7. Motorman-Run in Neuenstadt.

Nach einem gemeinsamen Essen gab es ein Briefing durch den Einsatzleiter Norman Schneider. Im Anschluss verteilten sich die Einsatzkräfte auf ihre Standorte.

PKWs, Wannen, Bäche, Fünf-Meter-Hindernisse und jede Menge Matsch mussten in 8 oder 16 km-Läufen bei heißen 29°C überwunden werden, was die Einsatzzahlen schnell in die Höhe schießen ließ.

Insgesamt war es ein angenehmer und arbeitsintensiver Dienst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dienstabend "Wasser- & Höhenrettung" im Freibad Untergruppenbach

Mittwoch, 07.09.2016

Am Mittwochabend trafen sich Kräfte der DRK Ortsvereine Abstatt, Heinriet-Gruppenbach und Ilsfeld zum ersten gemeinsamen Dienstabend nach der Sommerpause im Untergruppenbacher Freibad. 

Es wurden zwei Gruppen mit folgender Aufgabenstellung gebildet:

  • Wasserrettung (Rettung aus 4m Wassertiefe und Verbringung an Land) 
  • Höhenrettung (mittels Spineboard vom 5m-Sprungturm)

Insgesamt war es ein gelungener Dienstabend, bei dem viel gelernt wurde und auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Vielen Dank nochmals an unsere Bademeisterinnen welche uns mit verlängerter Öffnungszeit unterstützen. :)

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Lebensretter wird 25 Jahre alt. Der Notruf 112 rettet Leben – europaweit.

Ende Juli 2016 wird der Lebensretter 25 Jahre alt. Am 29. Juli 1991 haben die damals 12 EU-Staaten entschieden, als gemeinsame europäische Notrufnummer die „112“ einzuführen.

Der Notruf 112 kann vorwahlfrei gewählt werden und ist in allen Staaten der EU kostenlos.

Er verbindet Hilfesuchende automatisch mit der örtlichen 112-Notrufzentrale, über die sie neben der Feuerwehr auch medizinische oder polizeiliche Hilfe erhalten. Wer die 112 Notrufzentralen betreut, ist in den Ländern unterschiedlich geregelt. Dies können die Rettungsdienste, Feuerwehren oder auch die Polizei sein.

Wichtig ist, dass die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 bekannter wird. Das Deutsche Rote Kreuz Heinriet-Gruppenbach wirbt deshalb schon seit 2013 mit dem blau-gelben Euronotruflogo auf seinen Fahrzeugen, damit sofort ersichtlich ist, dass der Notruf 112 europaweit gilt.

Der europaweite Notruf gilt in allen EU-Staaten, der Schweiz, Island und Norwegen sowie in weiteren EU-Nachbarstaaten wie Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, der Republik Moldau, Russland, Serbien, Türkei und der Ukraine.

Nach einer Studie der EU weiß nur jede fünfte Person in Deutschland, dass die 112 auch im Ausland funktioniert. Da er in vielen weiteren Staaten der Welt gewählt werden kann, informieren Sie sich bitte vor Reiseantritt.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn gehen die 112-Notrufe in der integrierten Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Heilbronn ein, die rund um die Uhr von Mitarbeitern des Rettungsdienstes und der Feuerwehr besetzt ist. Die Notrufe werden nach einem strukturierten Fragenschema bearbeitet und die nach Einschätzung des Disponenten erforderlichen Hilfskräfte alarmiert. Während die Einsatzkräfte anfahren, kann der Mitarbeiter bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise an den Anrufer weitergeben. Täglich erreichen etwa 100 Notrufe über 112 die gemeinsame Leitstelle in Heilbronn.

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Durch Blutspende zum Lebensretter werden

Samstag, 02.07.2016

Seit vielen Jahren führt unser Ortsverein zwei Blutspendeaktionen pro Jahr durch. Immer im Februar findet eine Aktion in Untergruppenbach und im Juli in Unterheinriet statt.

Leider gibt es seit Jahren einen bedauernswerten Rückgang bei der Zahl der gesammelten Blutspenden. Immer weniger Menschen kommen zu den Blutspendeaktionen und langjährige treue Blutspender erreichen die Altersgrenze und stehen daher als Blutspender nicht mehr zur Verfügung.

Dabei ist Blut ein kostbarer Schatz. Trotz aller technischer Fortschritte kann die Medizin bis heute Blut nicht künstlich herstellen.

Eine zunehmende Anzahl an schwerstkranken Krebspatienten ist auf Blutpräparate und Medikamente angewiesen, die nur aus Spenderblut gewonnen werden können. Auch größere Operationen sind oftmals ohne Spenderblut nicht durchführbar, von großen Blutverlusten durch Unfälle wollen wir an dieser Stelle gar nicht sprechen.

Ein Rückgang bei den Blutspenden reduziert also die Überlebenschancen dieser Patienten.

Eine Blutspende dauert insgesamt ca. eine Stunde. Zunächst wird ein ausführlicher Spenderfragebogen ausgefüllt. Vor der Blutentnahme wird der Spender von erfahrenen Ärzten untersucht. Besteht ein Zweifel, dass der Spender die Blutspende nicht gut vertragen könnte, wird er an diesem Tag nicht zur Blutspende zugelassen. Bei der eigentlichen Spende werden 500ml Blut abgezapft. Dies dauert ca. 10 Minuten. Nach der Blutentnahme sollte eine kurze Ruhepause eingelegt werden, bevor unsere Helfer noch einen Imbiss zur Stärkung anbieten. Männer dürfen 6x im Jahr Blut spenden, Frauen nur 4x. Zwischen zwei Blutspenden müssen mindestens 56 Tage liegen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre, das Höchstalter für Erstspender liegt bei 65 bzw. bei 73 Jahren für Mehrfachspender, die noch fit sind.

Sehr gefreut haben wir uns bei unserer Blutspendeaktion am vergangenen Freitag in Unterheinriet. Nachdem wir schon zuvor massiv für die Aktion geworben haben, konnten wir insgesamt 166 Spendewillige in der Hohenriethalle begrüssen, darunter 28 Erstspender. Nach dem katastrophalen Vorjahresergebnis mit weniger als 100 Blutspendern war dies eine erfreuliche Trendwende. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle, die zum Blutspenden gekommen sind.

Wir hoffen sehr, dass wir auch bei unserer nächsten Aktion im Februar 2017 wieder steigende Blutspenderzahlen verzeichnen dürfen. Viele Menschen sind auf dieses gesellschaftliche Engagement dringend angewiesen.

 

 

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Unwetter sorgen für weitere Einsätze

Donnerstag, 09.06.2016

Nach dem Unwettereinsatz am vergangenen Wochenende in Braunsbach (Kreis Schwäbisch Hall) beschäftigen Unwetter unsere Helfer auch weiterhin.

Sowohl am Dienstag (7.6.) als auch am Mittwoch (8.6.) zogen zwei Unwetterfronten mit Gewitter und Starkregen über das Gemeindegebiet von Untergruppenbach hinweg und sorgten für überflutete Straßen und voll gelaufene Keller. Doch nicht nur für die Feuerwehr bedeutete dies Einsatz.

Am Dienstag wurden unsere Helfer gegen 21 Uhr durch die Rettungsleitstelle telefonisch in Voralarm versetzt. Aufgrund zahlreicher Straßensperrungen wegen Überflutung war Untergruppenbach zeitweise für Rettungswagen im Notfall nicht mehr erreichbar. Die Helfer vor Ort hielten sich daher in erhöhter Alarmbereitschaft, um im Notfall die Erstversorgung sicher zu stellen.  Glücklicherweise kam es während der Sperrungen nicht zu Notfalleinsätzen. Gegen 23 Uhr entspannte sich die Lage allmählich wieder.

Anders war die Lage am Mittwoch. Erneute Regenfälle hatten gegen 16.00 Uhr eingesetzt und wieder zahlreiche Straßen überflutet. Dies führte gleich zu zwei Notfalleinsätzen an diesem Nachmittag. Zuerst galt es im Kreuzungsbereich Richtung Wüstenhausen eine Familie aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Das Fahrzeug war aufgrund Überflutung im Wasser stecken geblieben. Zur Rettung der Eingeschlossenen wurde auch der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr Heilbronn hinzu alarmiert. Glücklicherweise wurde hier niemand verletzt. Kurze Zeit später stürzte eine Person, als sie im Keller des Wohnhauses das eingedrungene Wasser beseitigen wollte. Die Person zog sich eine Wunde am Hinterkopf zu, konnte jedoch nach ambulanter Versorgung zu Hause belassen werden. 

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Erneuter Einsatz im Hochwassergebiet Braunsbach

Sonntag, 05.06.2016

Bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wurde unsere Unterstützung beim Hochwassereinsatz in Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall angefordert.

Während am Montag zunächst nur einzelne Einsatzkräfte mit einem Einsatzleitwagen der Gruppe „Information und Kommunikation“ in den Einsatz gingen, erreichte uns am Freitagabend gegen 22 Uhr die dringende Bitte, am Sonntag mit einer Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst sowie Gerätewagen Sanitätsdienst die Einsatzkräfte in Braunsbach zu unterstützen.

Unser Auftrag lautete, am Sonntag 05.06.2016 von 8 - 22 Uhr eine Unfall-Hilfsstelle einzurichten und zu betreiben. Aufgrund fehlender Infrastruktur am Ort galt es, die medizinische Versorgung der vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer sowie der an den Aufräumarbeiten beteiligten Firmen- und Behördenmitarbeiter im Hauptort Braunsbach sowie dem ebenfalls stark betroffenen Teilort Steinkirchen sicher zu stellen.

Mit 7 Helfern und zwei Fahrzeugen machten wir uns daher am Sonntag um 7.00 Uhr auf den Weg nach Braunsbach. Der Gerätewagen blieb mit 5 Helfern in Braunsbach stehen, während unser Mannschaftsbus mit Notfallrucksack und Verbandmaterial bestückt mit zwei Helfern nach Steinkirchen ausrückte und dort eine mobile Versorgungsstelle darstellte. Aufgrund der Vielzahl freiwilliger Helfer, dem Einsatz schwerer Baumaschinen sowie der unübersichtlichen Trümmerlage war ein hohes Verletzungsrisiko bei den Aufräumarbeiten gegeben. Viele Menschen arbeiteten zudem unermüdlich bis an den Rand ihrer physischen Kräfte. Eine große zusätzliche Gefahr für die Orte stellten außerdem die völlig durchweichten Hänge oberhalb des Gemeindegebiets dar. Bei weiteren Regenfällen wurden von Experten größere Geröll- und Schlammlawinen befürchtet, die eine sofortige Evakuierung des gesamten Ortes erforderlich gemacht hätten. Glücklicherweise verliefen die Gewitter am Vormittag recht glimpflich ohne übermäßige weitere Regenfälle und gegen Mittag kam sogar die Sonne heraus.

Insgesamt 9 Versorgungen (darunter  1 Patient, der zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden musste) zeigen, dass die getroffenen medizinischen Notfallvorkehrungen dringend notwendig und unser Einsatz nicht umsonst waren.

Rückblick:

Trotz vielseitiger Berichterstattung und Bildmaterial in den Medien mussten wir feststellen, dass man die Dimensionen dieser Naturgewalt erst richtig einordnen kann, wenn man die Folgen mit eigenen Augen gesehen hat. Im Nachhinein harmlos wirkende Rinnsale und kleine Bäche hatten sich in der Nacht von Sonntag, 30. auf Montag 31.Mai in reißende Sturzfluten verwandelt. Innerhalb weniger Minuten wurden Bäume entwurzelt, Autos weggespült, Straßen weggerissen und ganze Häuser dermaßen beschädigt, dass sie zwischenzeitlich eingestürzt sind oder bereits abgerissen werden mussten. Unzählige Bewohner durchlebten schlimmste Stunden der Angst und verloren durch das Unwetter alles. Dinge, die uns selbstverständlich sind, sind hier selbst nach einer Woche noch nicht wieder umfassend vorhanden. Wasser und Strom standen Anfangs teilweise nicht zur Verfügung. Auch jetzt noch muss das Leitungswasser abgekocht werden. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs sind schwer beschädigt und haben geschlossen, Einkaufen ist nicht möglich. Viele Bewohner haben auch ihr weggespültes Auto noch nicht wiedergefunden. Manche Fahrzeuge tauchten erst viele Kilometer flussabwärts im Kocher wieder auf. Am Ortseingang ist eine provisorische Sammelstelle für die bereits geborgenen Schrott-Autos eingerichtet. Chemietoiletten stehen an allen Ecken im Ort. Knöcheltief stehen wir im Ortskern auch eine Woche nach dem Unwetter noch im Matsch. Unsere Einsatzkleidung sieht entsprechend aus. Während wir abends nach Hause fahren und unsere Kleider in die Waschmaschine stecken, erinnern wir uns an die Bilder von zerstörten Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten.

Unter all diesen Eindrücken ist es umso verwunderlicher und bemerkenswerter, mit welchem Engagement und mit welcher Solidarität im Ort angepackt wird. Wir hatten nie den Eindruck, dass jemand resigniert hatte. Trotz des bereits tagelangen körperlich und psychisch belastenden Arbeitens, wirken alle voll motiviert. Nicht mit Spaß, aber mit Herz wird angepackt. Freiwillige verteilen dort, wo einmal der Marktplatz war, unbürokratisch leckeres Essen an alle Helfer. Das Gefühl von Dankbarkeit, Gemeinschaft und Solidarität war ein beindruckendes Erlebnis.

Wir haben gerne geholfen und werden es wieder tun. Der nächste Einsatz im Katastrophengebiet ist für kommenden Mittwoch und Donnerstag geplant, dann allerdings nur noch mit einem Krankenwagen und zwei Helfern. 

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Unwetter tobt über Hohenlohe - das DRK hilft in Braunsbach

Mittwoch, 01.06.2016

Auf Anforderung der Kreisbereitschaftsleitung des DRK Kreisverbands Schwäbisch Hall wurde die Fachgruppe Information und Kommunikation „IuK“ des DRK Kreisverbands Heilbronn am Montag, 30. Mai 2016 um 11:52 Uhr alarmiert. Der Einsatzauftrag lautete, die bereits seit Stunden im Einsatz befindlichen Helfer des DRK Mainhardt abzulösen.

Auch ein Helfer unseres Ortsvereins gehört dieser Spezialgruppe innerhalb unseres Kreisverbands an.

Der Einsatzleitwagen RK HN 50/11-1 sowie der Fernmelderelaiswagen rückten mit jeweils 2 Führungshelfern und dem Gruppenführer besetzt in Richtung Schwäbisch Hall aus. Am Treffpunkt Rasthof Hohenlohe Süd an der A6 wurde die Gruppe durch ein ortskundiges Lotsenfahrzeug erwartet. Da Braunsbach auf den regulären Zufahrtswegen nicht mehr erreichbar war, ging es über abenteuerliche Wege über Land nach Braunsbach.

Nach Absprache mit dem vor Ort befindlichen Leitenden Notarzt (LNA) und dem organisatorischen Leiter (ORGL) wurde neben dem Kindergarten in Braunsbach gemeinsam mit dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Gaildorf die technische Einsatzleitung (TEL) gebildet.

Da die Mobilfunknetze überlastet waren, mussten neue Kommunikationsmöglichkeiten wie Internet und Festnetztelefon erkundet werden. Über den nahegelegenen Kindergarten wurde eine Netzwerkverbindung verlegt, somit war die Einsatzleitung über stabile Kommunikationswege erreichbar.

Zu den weiteren Aufgaben vor Ort zählten auch die Versorgung einiger Leichtverletzter, sowie die Organisation des Transports und der Unterbringung von in Braunsbach wohnenden Behinderten in umliegenden Heimen.

Lobenswert hervorzuheben war die Verpflegung der Einsatzkräfte durch das DRK in Untermünkheim, die unter den schwierigen Bedingungen perfekt funktioniert hat.

Gegen Mitternacht wurde dann die Einsatzbereitschaft der Gruppe IuK Heilbronn aufgehoben, da in der Nacht keine weiteren Aufräumarbeiten in Braunsbach durchgeführt wurden. Unser Heimweg führte durch die mittlerweile geräumte Hauptstraße von Braunsbach. Diese Fahrt zeigte eine gespenstisch im Licht der Fahrzeugscheinwerfer anmutende Ortschaft, wo sich immer noch meterhoch Baumstämme, Steine, Felsen, zerstörte PKW und Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge kreuz und quer neben der Hauptstraße türmten. Gegen 1:30 Uhr waren unsere Helfer wohlbehalten wieder in Heilbronn zurück.

So können wir rückblickend auf diesen Einsatz feststellen, dass das DRK Heilbronn eine schlagkräftige Gruppe unterhält, die auch unter schwierigen Bedingungen in Zusammenarbeit mit fremden Einsatzkräften in der Lage ist, eine solche Unwetterkatastrophe zu bewerkstelligen. 

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Einsatzreicher Tag der Helfer vor Ort - vom Tod zum Leben

Samstag, 28.05.2016

Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der L 1111 zwischen Unterheinriet und Vorhof wurden unsere Helfer vor Ort am Samstagvormittag gegen 8:55 Uhr alarmiert.

Ein PKW Ford Focus war von Vorhof in Richtung Unterheinriet unterwegs, als er in einer scharfen Rechtskurve von der Fahrbahn abkam, eine Böschung hinab fuhr und seitlich mit voller Wucht gegen einen Baum prallte.

Im PKW befanden sich zwei Insassen. Während der Beifahrer großes Glück hatte und nahezu unverletzt aus dem Fahrzeugwrack aussteigen konnte, wurde der 27jährige Fahrer des Wagens im Fahrzeug eingeklemmt und dabei tödlich verletzt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. 

Die L1111 wurde für die Rettungs- und Bergemaßnahmen zwischen Unterheinriet und Vorhof über mehrere Stunden voll gesperrt.

Noch während der Bergemaßnahmen wurden unsere Helfer um 10:49  Uhr zu einem weiteren Notfall in den Ortsteil Vorhof alarmiert. Eine ältere Dame hatte vermutlich einen Herzinfarkt erlitten. Aufgrund der noch bestehenden Vollsperrung der L1111 musste die Anfahrt über Feld-und Waldwege erfolgen und auch der Rettungsdienst von uns eingewiesen werden. 

Im Verlauf des Tages wurden wir um 18:24 Uhr erneut alarmiert, diesmal nach Ilsfeld-Schozach zur Überlandhilfe. Ein älterer Herr hatte dort einen Kreislaufstillstand erlitten. Der Patient konnte erfolgreich wiederbelebt werden und zur Weiterbehandlung der Intensivstation zugeführt werden. So nah liegen manchmal Leben und Tod beieinander.

Der vierte Alarm des Tages führte uns um 19:42 Uhr diesmal nach Untergruppenbach ins Seniorenheim. Dort zeigte eine Bewohnerin deutliche Anzeichen für einen akut aufgetretenen Herzinfarkt.

Der fünfte und letzte Einsatz dieses Tages folgte dann kurz vor Mitternacht um 23:35 Uhr. Diesmal hatten wir es mit einer äußerst schmerzhaften akuten Nierenkolik zu tun. Der Patient wurde von uns bis zum Eintreffen des Notarztes bereits mit einer Infusion versorgt, sodass die Notärztin ohne weitere Verzögerung umgehend die erlösenden Schmerzmittel verabreichen konnte. Ein Transport in die Klinik war natürlich unumgänglich.

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Europäischer Tag des Notrufs 112

Foto: Marcel Bartenbach (Blaulichtreport HN)
[v.l.n.r. Yvonne Wolf (DRK Ilsfeld), Friedlinde Gurr-Hirsch (MdL), Peter Sept (DRK Heinriet-Gruppenbach), René Rossow (DRK Abstatt)]

Donnerstag, 11.02.2016

Europäischer Tag des Notrufs 112

Zum 25. Geburtstag des Euronotrufs am 11.2.2016 hat Friedlinde Gurr-Hirsch (MdL) die Schirmherrschaft für die Bewerbung des Euro-Notrufs 112 im Stadt- und Landkreis Heilbronn übernommen.

Zusammen mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes aus Abstatt, Heinriet-Gruppenbach und Ilsfeld traf sie sich zum Fotoshooting und ließ sich dabei Herzdruckmassage und Defibrillator erklären.

Dabei war die Vollblutpolitikerin selbst im Sommer 2015 nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand erfolgreich reanimiert worden.

Zufällig anwesende Ersthelfer reagierten damals sofort und veranlassten einen Notruf über 112. Zudem begannen Sie umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen in Form von Herzdruckmassage und Beatmung.

Der hinzualarmierte Rettungsdienst übernahm weitere lebensrettende Maßnahmen und den Transport.

Die Klinik leitete im Anschluss den mehrere Wochen andauernden Genesungsprozess ein.

Ohne diese perfekt funktionierende Rettungskette wäre dies nicht so glimpflich ausgegangen – so sind sich alle einig.

Im Sinne einer verbesserten Aufklärung der Bevölkerung sowie im Bewusstsein, dass der Euro-Notruf ein „echtes“ europäisches Produkt mit offensichtlichem Mehrwert für alle Bürgerinnen und Bürger Europas darstellt, ist es die erklärte Absicht, die Notrufnummer 112 auch in Baden-Württemberg noch bekannter zu machen.

 

Fazit: Im Notfall 112 wählen und Hilfe leisten!

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